Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Crash Kurs im Kreis Coesfeld

Logo der Polizei NRW Landeskampagne Crash Kurs
Crash Kurs im Kreis Coesfeld
Polizei im Kreis Coesfeld beteiligt sich an der landesweiten Kampagne

Mit einer großen Auftaktveranstaltung in Köln eröffnete NRW-Innenminister Ralf Jäger  in Köln eine bundesweit einzigartige Kampagne.

Das Konzept heißt „Crash Kurs NRW“ und es richtet sich speziell an Jugendliche der 10. und 11. Jahrgangsstufe sowie an Berufsschülerinnen und Berufsschüler in NRW.
Das Präventionsprogramm „Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart.“ zeigt mit eindringlichen Bildern und den emotionalen Berichten von Betroffenen auf, das Verkehrsunfälle ihre Ursachen haben. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil von den Verkehrsteilnehmern Regeln missachtet wurden.
Nach intensiver Vorbereitung startete die Polizei im Kreis Coesfeld als erste Polizeibehörde im Münsterland im Konzert-Theater in Coesfeld an der Osterwicker Straße in die örtliche Umsetzung. 
150 Schüler einer Coesfelder Schule wurden in der Auftaktveranstaltung in ca. 70 Minuten emotional angesprochen und bewegt.
Das Präventionsprogramm findet jährlich in verschiedenen Städten und Gemeinden im Kreis Coesfeld statt. Im Jahr 2017 werden Veranstaltungen in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen durchgeführt.

Termine Coesfeld: 26.06. - 30.06.2017 (Konzerttheater Coesfeld)

Termine Dülmen: 10.10. - 11.10.2017 (AvD Gymnasium, Bendix-Gelände)

Termine Lüdinghausen: 20.11., 22.11. und 24.11.2017 (Realschule, Tüllinghofer Straße)

Die Veranstaltungen dauern ca. 90 bis 120 Minuten. Bei Rückfragen stehen die Verkehrssicherheitsberater der Behörde ( Tel.: 14-347 ) als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Hintergrund


In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550000 Verkehrsunfälle. Über 600 Menschen werden dabei pro Jahr getötet. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Das ist alarmierend und inakzeptabel. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim „Crash Kurs NRW“ neue Wege. Die Anregungen stammen aus Staffordshire in England, wo man mit einem vergleichbaren Programm bereits seit Jahren gute Erfahrung gemacht hat.

Crash Kurs NRW


Crash Kurs NRW ging im Jahr 2010 an den Start. Bei den Veranstaltungen in Schulen stehen die Emotionen im Vordergrund. Ziel ist es, bei den jungen Teilnehmern ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderungen zu bewirken.
Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Notärzte, Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige berichten von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können. Die Akteure verdeutlichen aber auch schonungslos ihre eigenen Grenzen. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil die Fahrer Regeln missachten. Das heißt auch, dass man etwas dagegen tun kann. Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie Verantwortung tragen, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen. Dies gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für diejenigen, die sich zu ihm ins Auto setzen. Alle tragen Verantwortung für sich selbst und Andere
Crash Kurs NRW macht den Zuschauern eindringlich klar, dass innerhalb weniger Sekunden alle Lebensträume zerplatzen können. Damit dies nicht geschieht, sollen die Jugendlichen aufgerüttelt werden und die Überzeugung verinnerlichen: Das Leben ist viel zu wertvoll, als das man es durch eine risikoreiche Fahrweise aufs Spiel setzen sollte. Weniger jugendliche Verkehrsopfer sind der Erfolg, auf den Crash Kurs abzielt.
Um möglichst alle Schüler zu erreichen, wurde das Konzept „Crash Kurs NRW“ bis 2012 in ganz NRW eingeführt. .