Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Kleinanzeigenbetrug, Enkeltrick, Falscher Polizeibeamter...

Enkeltrick
Kleinanzeigenbetrug, Enkeltrick, Falscher Polizeibeamter...
Aus aktuellem Anlass möchten wir auf weitere Betrugsmasche aufmerksam machen:

 

 

Die Maschen der Telefonbetrüger sind mittlerweile sehr vielseitig.

Die Täter versuchen beim sogenannten Telefonbetrug immer öfter massiven emotionalen Druck bei den Angerufenen aufzubauen.

Es ist zum Beispiel die weinende Enkelin, die in einen Verkehrsunfall verwickelt ist und finanzielle Unterstützung braucht, um ihren Führerschein nicht zu verlieren oder einen verursachten Schaden zu regulieren. Seit Neustem auch gekoppelt mit einem falschen Polizeibeamten, der die Aussagen der falschen Enkelin bestätigt und seinerseits noch mal betont, dass der Angerufene einer Schweigepflicht unterliegen würde und auf keinem Fall jemandem davon erzählen dürfe.

In einigen Fällen und sicherlich auch aufgrund des hohen aufgebauten emotionalen Drucks fallen auch Personen, die ansonsten nicht sehr leichtgläubig sind, auf diese Maschen herein.

Manchmal erzählen sie es doch noch einer Person (Familienangehöriger,  Bankmitarbeiter), die im besten Fall den Betrug erkennt und verhindern kann.

 

In anderen Fällen beginnt der Betrugsversuch ebenfalls am Telefon, hat aber eine völlig andere Taktik.

Die Möglichkeit eine Annonce in einer lokalen Tageszeitung unter der Rubrik „Kleinanzeigen“ aufzugeben, wird oft noch von lebensälteren Bürgern genutzt.

Dies nutzen Betrüger aus und melden sich auf solche Anzeigen. Sie geben zunächst vor an dem Angebot interessiert zu sein. Rein zufällig sind sie in der Nähe und suchen das persönliche Gespräch. Bei den "netten" Verhandlungen geben sie an, auch an Schmuck interessiert zu sein und fragen gezielt danach.

Unter einem Vorwand verlassen sie nur scheinbar kurz das Haus (Toilettengang usw.) Diese Zeit nutzen die Täter, um Schmuck und Bargeld der Hausbesitzer zu entwenden. Danach klingeln sie wieder an der Haustür und beenden die Verkaufsgespräche.

In manchen Fällen bemerken die Geschädigten erst viel später, dass seit diesem „Besuch“ Schmuck und Bargeld fehlen.  In den vergangenen Wochen ist es den Tätern einmal gelungen ein älteres Ehepaar um ihren Schmuck zu bringen. Uns sind zwei weitere Fälle bekannt, bei denen die Anzeigenaufgeber rechtzeitig stutzig wurden und die Täter erfolglos blieben.

 Deshalb hier noch mal der Hinweis:

Lassen Sie bei sogenannten Haustürgeschäften und -verträgen keine Ihnen unbekannten Personen in Ihr Haus oder Ihre Wohnung!Wickeln Sie solche Geschäfte tatsächlich an der Haustüre ab!

Geben Sie keine Auskunft über vorhandenen Schmuck, weder am Telefon noch an der Tür!

Rufen Sie die Polizei, wenn Ihnen ein solches „Geschäft“ komisch vorkommt!

Besonders dreist ist die Tatsache, dass die Täter in der Lage sind, über ausländische Telefonanbieter jede beliebige Nummer im Display des Angerufenen einzublenden - auch die 110.

Falls Sie in Ihrem Display die Rufnummer 110 ggf. mit einer Vorwahl sehen sollten, dann handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in ihrem Display.

Beenden Sie ein solches Gespräch sofort! Auflegen ist nicht unhöflich!

Sollten Sie so einen oder ähnlichen Anruf bekommen, informieren Sie die Polizei!

Reden Sie mit Bekannten und Verwandten über diese Masche und sensibilisieren Sie sie!