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Sicherheit durch Sichtbarkeit

Sicherheit durch Sichtbarkeit
Sicherheit durch Sichtbarkeit
Landrat Christian Schulze Pellengahr ließ es sich nicht nehmen, die Kinder der Klasse 1B von der Augustinusschule in Dülmen zu besuchen.

Gemeinsam gaben sie den diesjährigen Startschuss für das jährlich umgesetzte Projekt Sicherheit durch Sichtbarkeit. Initiatoren sind die Verkehrssicherheitsberater der Polizei im Kreis Coesfeld, das Straßenverkehrsamt und die Kreisverkehrswacht.   

Von der Polizei Coesfeld vermittelte Verkehrssicherheitsberaterin Ruth Jansen den Erstklässlern anhand einer kurzen Geschichte, welche Folgen es haben kann, zu dunkel gekleidet zu sein.

„Schmetterling Florian wundert sich, dass er im Dunkeln immer übersehen wird, während Florinchen ohne Kollision zu Hause ankommt“, erzählt Ruth Jansen. Auf ihre Frage, warum Schmetterling Florian so viel Pech während des Heimflugs hat, haben die Kinder der Klasse 1B schnell die Lösung parat. „Die anderen haben ihn nicht gesehen. Er ist zu dunkel gekleidet. Anders als Florinchen, die für alle gut sichtbar ist“, so das einstimmige Urteil. Und damit haben alle recht.

Der Landrat ist selber Vater und weiß, wie wichtig es ist, in der Dunkelheit gesehen zu werden. „Wir müssen unsere Kinder so gut wie möglich auf den Straßenverkehr vorbereiten. Dazu gehört auch, dass sie um die Bedeutung von richtiger Kleidung wissen.“ Zusätzlich zu heller Kleidung erhöhe reflektierendes Material die Chance, gesehen zu werden. Aus diesem Grund erhielten die Kinder zum Abschluss der Unterrichtsstunde einen neongelben Tornisterüberzieher.

Jedes Jahr werden Kinder im Kreis Coesfeld in Unfälle verwickelt. Die Ursachen sind unterschiedlich, wie Ruth Jansen sagt. „Das Projekt Sicherheit durch Sichtbarkeit soll dazu beitragen, dass Kinder sich sicherer im Straßenverkehr bewegen können“, so die Verkehrssicherheitsberaterin von der Polizei Coesfeld.

Im Zeitraum Januar- September verunglückten 2018 elf Kinder. 2019 stieg die Zahl um sechs auf 18. Landrat Christian Schulze Pellengahr betont: „Es ist wichtig, diese Zahlen zu senken.“ Die Kinder der 1B jedenfalls wissen nun Bescheid. Viele weitere bald auch. Denn die 1B war nur der Anfang der Besuchsreihe von Polizei, Straßenverkehrsamt und Kreisverkehrswacht.